Vorladung als Zeuge (Polizei/Staatsanwaltschaft)

Vorladung als Zeuge (Polizei/Staatsanwaltschaft)

vorladung als zeuge

 

 

Vorladung durch die Polizei

Auch wenn Sie bloß als Zeuge und nicht als Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren eine Vorladung oder einen Anhörungsbogen von der Polizei erhalten, stellt sich oftmals eine gewisse Verunsicherung ein. Wenn Sie ausdrücklich als Zeuge gehört werden sollen, können Sie in der Regel beruhigt zur Polizei gehen. Die Zeugenaussage ist in der großen Mehrzahl der Ermittlungsverfahren das wichtigste Beweismittel. Daher ist es nicht ungewöhnlich, wenn die Polizei mit Ihnen sprechen will, um eine Straftat aufzuklären. Vielleicht waren Sie beim einen Verkehrsunfall zugegen oder haben eine tätliche Auseinandersetzung beobachtet. Die Fallkonstellationen, in denen Ihre Mithilfe als Zeuge benötigt wird, sind vielfältig.

 

Sie müssen nicht aussagen

Es gibt vielfältige Gründe, warum Sie sich nicht an der Aufklärung einer Straftat beteiligen möchten. Vielleicht sind Sie beruflich sehr eingespannt und haben nicht die Zeit, einer Vorladung als Zeuge nachzukommen. Oder Ihnen ist der Beschuldigte bekannt und Sie fürchten Repressalien, wenn Sie gegen ihn aussagen. Einer Vorladung der Polizei müssen Sie nicht Folge leisten! Sie müssen auch nicht auf die Vorladung reagieren. Es steht Ihnen frei die Vorladung im Papierkorb zu entsorgen, oder Ihr Nichterscheinen telefonisch oder schriftlich anzuzeigen.

 

Post vom Staatsanwalt

Im besten Fall hören Sie nie wieder etwas von der Angelegenheit. Oder Sie erhalten Post von der Staatsanwaltschaft und werden nun von dieser Stelle zur Zeugenbefragung vorgeladen. Immer wenn eine Zeugenaussage für das laufende Ermittlungsverfahren von Bedeutung ist, wird sich der Staatsanwalt nicht damit abfinden, dass Sie die Vorladung der Polizei (zurecht) missachtet haben. Er wird Sie zur Zeugenbefragung vorladen, in diesem Fall sind Sie verpflichtet zu erscheinen und auszusagen. Sollten Sie trotz ordnungsgemäßer Vorladung unentschuldigt fernbleiben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Staatsanwalt Sie festnehmen und zwangsweise vorführen lässt. Wenn Sie Pech haben, werden Sie publikumswirksam an Ihrem Arbeitsplatz festgenommen. Außerdem haben Sie als Zeuge die Pflicht wahrheitsgemäß auszusagen.

 

Schweigerecht des Zeugen

Zunächst haben Berufsgeheimnisträger, z.B. Ärzte, Rechtsanwälte und Priester ein Zeugnisverweigerungsrecht. Ein Zeugnisverweigerungsrecht hat aber auch jeder Zeuge, der bei wahrheitsgemäßer Aussage einen nahen Angehörigen belasten würde.

 

Zeuge wird Beschuldigter

Geraten Sie plötzlich selbst ins Fadenkreuz der Strafverfolgungsbehörde, ändert sich Ihr Zeugenstatus in den eines Beschuldigten. Als Beschuldigter steht Ihnen ein umfassendes Aussageverweigerungsrecht zu. Hier gilt der Grundsatz ,,nemo tenetur se ipsum accusare” – niemand ist gehalten, sich selbst zu beschuldigen.

 

 

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